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Kürnacher Starkbieranstich: Klares Nein zu Hysterie und Angstmache

18.03.2019 | Höllberghalle Kürnach
(v.l.): Christian Staat (ufr. CSU-Spitzenkandidat zur Europawahl), Susanne John (OV CSU Kürnach), MdL Manfred Ländner, Dr. Florian Herrmann (Staatsminister für Bundes-  und Europaangelegenheiten und Medien), Thomas Eberth (CSU KV Würzburg-Land).
(v.l.): Christian Staat (ufr. CSU-Spitzenkandidat zur Europawahl), Susanne John (OV CSU Kürnach), MdL Manfred Ländner, Dr. Florian Herrmann (Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Medien), Thomas Eberth (CSU KV Würzburg-Land).

Der 26. Starkbieranstich am „Ascherfreitag“ war gleichzeitig auch Auftaktveranstaltung der CSU Würzburg-Land zur Europawahl. Als Gastredner hatten Kreisverband und CSU Kürnach daher den bayerischen Europaminister Dr. Florian Herrmann und den unterfränkischen CSU-Spitzenkandidaten zur Europawahl, Christian Staat, geladen. Unter dem Motto "Politik und gute Laune" kamen gut 1.000 Interessierte in die Höllberghalle Kürnach, um auch wieder "Quirinius von Quirnaha" alias MdL Manfred Ländner live zu erleben. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von der „Körnier Dorfmusik“.

Mit drei Schlägen gelang Dr. Florian Herrmann der fehlerfreie Anstich des Starkbierfasses, bevor er als Gastredner über die Wichtigkeit von Europa sprach. Der Staatsminister erinnerte an die lange Friedenszeit und den Wohlstand, beides Errungenschaften eines geeinten Europas. Den Brexit bezeichnete er daher als historischen Fehler, der auch gefährlich sei, da er bei Spaltern Hoffnung nähre. Er rief dazu auf, am 26. Mai zur Europawahl zu gehen und für den Zusammenhalt Europas zu stimmen.  

Christian Staat warb für den Vorteil, den der EU-Binnenmarkt für Deutschland biete, und betonte, dass Europa sich nur als Gemeinschaft gegen die USA und China behaupten könne. Dem 35-Jährigen – bislang Büroleiter des deutschen EU-Kommissars Günther Oettinger – ist ein bayerischer Einfluss in Europa wichtig. Er hofft deshalb auch, dass Manfred Weber EU-Kommissionspräsident wird.

Den kabarettistischen Teil des Abends übernahm wie jedes Jahr Fastenprediger Manfred Ländner. Der Landtagsabgeordnete bedankte sich zunächst bei Barbara Stamm und Oliver Jörg für ihren nachhaltig positiven Einsatz für Würzburg und Bayern. Den Gästen aus der Stadt riet er daher, bei den Kommunalwahlen im kommenden Jahr gut auf ihren Oberbürgermeister aufzupassen.

Er sorgt sich um die Zukunft unseres Landes, denn er sieht wenige Persönlichkeiten in der Politik der nächsten Jahre, die kompetent, intelligent und mit dem notwendigen Charisma ausgestattet in der Lage sind, den Menschen rüberzubringen, was für eine gute Zukunft wirklich wichtig ist. Ministerpräsident Dr. Markus Söder aber sei eine solche Persönlichkeit.

Die verlorene Landtagswahl schmerzt. „Jetzt haben wir die Freien Wähler als Kameraden. Das ist ein Spaß!“, so Ländner ironisch, denn nun müssen Wahlversprechen beider Parteien umgesetzt werden.

Gleichzeitig wunderte sich "Quirinius von Quirnaha" darüber, was die westlichen Demokratien heute reitet, „sich selbst die Wand zu suchen, auf die sie ungeschützt hinrennen“. Die Amerikaner hätten einen durchgeknallten Milliardär zum Präsidenten gewählt, die Engländer schaufelten sich mit dem Brexit vermutlich ihr wirtschaftliches Grab. Und wir Deutschen? „Ich glaube, wir sind ein Volk, das begierig auf Hiobsbotschaften ist.“ Wir lieben es, so Ländner, täglich vom Tode bedroht zu sein. Daher sei er auch so froh, dass er 60 Jahre alt werden konnte trotz ständigen Kampfes mit todbringendem Kaffee, zerstörender Butter, verruchtem Fleischgenuss und glyphosatverseuchtem Bier. Seine Generation habe überlebt, ohne Ritalin, Schulpsychiater und trotz Mohrenköpfe, Zigeunerschnitzel und nur zwei Toiletten an den Schulen.

In Deutschland müsse man wieder zur Vernunft kommen. Wo hier Angst und Panik herrsche, würde im Rest Europas nur gelacht. Als Beispiel führte Ländner die Elektromobilität an. Für die eine Million Elektroautos, die die Bundesregierung bis 2020 auf den deutschen Straßen sehen wollte, sollten Schnellladestationen von je 350 Kilowatt im ganzen Land installiert werden. „Wenn nur 100.000 E-Autos abends aufgeladen werden, ergibt das 35.000 Megawatt, sprich 35 mittlere Kohlekraftwerke, 35.000 Windräder oder 350 Quadratkilometer Photovoltaik. Das ist reine Physik ohne Ideologie und Emotion.“

Statt die Schule fürs Demonstrieren zu schwänzen, sollten die Kinder lieber lernen. Schließlich brauchen wir Forscher und Wissenschaftler, die Probleme lösen, Stromspeicher verbessern und schadstoffarme Antriebssysteme schaffen, so Ländner. Hingegen sei es nicht zielführend, den Kindern zu suggerieren, dass wir Deutschen – ein Prozent der Weltbevölkerung – das Klima retten.

„Viele auf der Welt lachen über uns: Wir können keine Flughäfen mehr bauen und Großprojekte dauern zu lange.“ Die Ursache hierfür sieht Ländner in der Spirale an Vorschriften, Aufsichtspflichten, juristischen Spitzfindigkeiten und der Verwaltungsträgheit, die wir perfektioniert hätten.

Manfred Ländner

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